Die
CD
Über 20 Jahre Charivari Jazzband und immer noch keine Möglichkeit, die Band
daheim, im Auto oder beim Joggen zu hören? Immer noch kein passendes Geschenk
für die nächste Einladung, immer noch Tränen, weil das Päckchen
unterm Weihnachtsbaum fehlt?
Das durfte nicht so bleiben!
Das ist nicht so
geblieben!!
Drei denkwürdige Tage im Fasching, am 3., 4. und 6. März im Jahre des Herrn
2000, erlebte das Atlantis Studio
in Münchens Kreiller Straße die Geburt der ersten CD der Charivari Jazzband.
Nehmen auch Sie Teil an diesem Ereignis. Wir haben ein paar Fotos der Session
als Diashow
für Sie zusammen gestellt.
Inhalt
Wir machen es uns leicht und zitieren einfach aus dem Booklet:
1.
New Orleans Parade: Eines der weniger bekannten Traditionals aus der Zeit
der Marching Bands, die Anfang des letzten Jahrhunderts in New Orleans auf
Umzügen sowohl bei traurigen wie fröhlichen Anlässen gespielt haben. Unser
Drummer Rolf diktiert die "Marching Parts" dieses Openers.
2. Lester
leaps in: Mit dieser Hommage an Lester Young macht die Band einen gewaltigen
Sprung in die Swing-Ära, wo sich "Müso" und sein Tenorsax hörbar
wohl fühlen.
3. Nur nicht
aus Liebe weinen: Ein deutscher Titel, der an die große Zeit der Ufa in den
30er Jahren erinnert. Diese Film-Komposition weist ein gehöriges Maß an
Internationalität auf: der deutsche Theo Mackeben schrieb dieses „russische
Lied“ für die schwedische Sängerin Zarah Leander. Folgerichtig hat dieses
Stück auch seinen Platz im Dixieland gefunden. Die von unserem Trompeter
eingangs gefühlvoll vorgetragenen Verse stehen im Original im 3/4 -Takt.
4. Blue
Monk: Thelonius Monk schrieb in der Be-Bop-Ära viele avantgardistische
Themen, die noch heute zum Standardrepertoire des Modern Jazz gehören.
"Blue Monk" gehört zu den eher konventionellen Titeln aus seiner
Feder - wenngleich er beim Komponieren sicherlich nicht an eine
Dixieland-Jazzband gedacht hat. Die Charivari Jazzband beweist, es geht doch!
5. Eccentric:
In diesem Titel der Original Dixieland Jazz Band präsentiert sich "Müso"
als virtuoser Klarinettist. Die 1914 gegründete und sehr bekannte Band hat die
ersten Jazztitel eingespielt. Vom 1. Album wurden rund 1 Million Stück
verkauft! 1920 spielte sie in London und ebnete damit dem Jazz den Weg in
Europa. 1925 löste sie sich leider schon wieder auf, aber die von den
Bandmitgliedern Nick LaRocca, J. Russell Robinson und Larry Shields komponierten
Titel (z.B. "At the Jazz Band Ball", "Tiger Rag",
"Original Dixieland One Step") gehören heute noch zum
Repertoire jeder Dixieland Band.
6. Low Life:
In dieser Swingnummer von Johnny Mandel, einem der großen amerikanischen
Komponisten, spielt Gerhard auf einer National Style "1"-Tenorgitarre
mit Metallkorpus in Banjostimmung. Was da im Hintergrund halb nach Banjo und
halb nach Gitarre klingt, galt 1930, während des stilistischen Umbruchs im
Jazz, als mega-cool.
7. I'd love
it: Beim Arrangieren dieser Nummer wurde Gerhard von einer Aufnahme der
"McKinney´s Cotton Pickers" inspiriert. 1927 wechselte der geniale
Arrangeur und Saxophonist Don Redman vom Fletcher Henderson-Orchester zu den
Cotton Pickers und übernahm dort bis 1931 auch die musikalische Leitung. "I´d
love it" stammt von Redman, der die Klangbilder zahlreicher großer
Jazzorchester in den 20er und 30er Jahren entscheidend mitgeprägt hat.
8. Maikäfer
flieg: Der Text der ersten Strophe ("Maikäfer flieg! Der Vater ist im
Krieg, die Mutter ist in Pommerland, Pommerland ist abgebrannt") dieses
traurigen Kinderliedes aus der Zeit des 30-jährigen Krieges hat unseren
Trompeter Christian dazu bewegt, es als "deutschen Blues" für die
Charivari Jazzband zu arrangieren.
9. Stevedore
Stomp: Ein Stück aus dem Jahr 1927, als Altmeister Duke Ellington die
Hausband im Cotton Club stellte. Duke würde sich sicher darüber wundern, wie
häufig dieser Titel von Dixieland Bands interpretiert wird. Sein Co-Autor ist
hier Irving Mills. Ein straffes Head-Arrangement setzt den musikalischen Rahmen
für die Solisten.
10. Count 'em:
Quincy Jones, zeitweise Arrangeur der Count Basie Big Band und später von
Pop-Star Michael Jackson, schrieb diesen Titel, der auch in der Interpretation
der Charivari-Jazzband sein Big-Band-Flair nicht verleugnen kann. “Poldi”
und Gerhard stimmen die Band mit einer souveränen Einleitung ein.
11.
I found a new baby: Ein "Evergreen" des Dixieland-Jazz von Spencer
Williams. Die Charivari Jazzband startet mit den selten gespielten Versen, aber
das Hauptaugenmerk gilt dem vitalen Solo unseres Drummers Rolf.
12. Margie:
Auch aus dem Repertoire der Original Dixieland Jazz Band, aufgenommen von vielen
namhaften Jazzmusikern der Dixieland- und Swing-Ära. Die Charivari Jazzband
ließ es sich nicht nehmen, die nur in Jazzerkreisen bekannte Einleitung von Bix
Beiderbecke mit der weltweit populären Version von Fats Domino zu kombinieren.
Bassist "Poldi" übernimmt dabei den Gesangspart.
13. Blue
turning grey over you: Der Komponist dieser wunderschönen Ballade,
Thomas Wright "Fats" Waller, 1904 geboren und als Kind einer armen
Pastorenfamilie in Harlem aufgewachsen, war einer der begabtesten Jazzvirtuosen.
Er lebte extravagant, machte nächtelang durch, trieb Raubbau an seiner
Gesundheit und verstarb bereits 1943. Er verkaufte seine oft in wenigen Minuten
aufgeschriebenen Songs stets für wenige Dollars. Eine besonders gelungene,
gesungene Version dieses Titels verdanken wir der legendären Billie Holliday.
14.
Riverboat-Shuffle: Hoagy Carmichael ist eher als Komponist weltbekannter
Balladen wie "Stardust" oder "Georgia on my mind"
berühmt geworden. Dieser schnelle Titel von ihm wird selten gespielt. Die
Charivari Jazzband orientiert sich bei ihrer Aufnahme am Stil von Eddie Condon,
einem Protagonisten des Dixieland Revival der 50er Jahre.
15.
Limehouse Blues: Limehouse ist ein Dockdistrikt in London, an der Themse
gelegen. Die Komposition von Philip Braham vermittelt die Atmosphäre dieses von
Einwanderern aus dem Fernen Osten geprägten Stadtteiles und ehemaligen
Chinesenviertels.
16. Es war
in Schöneberg: Der Evergreen von Walter Kollo aus dem deutschen Repertoire
der Charivari Jazzband hätte ebenso aus der Feder eines “Dixieland-Komponisten”
stammen können. Unser Leader und Trompeter, der leidenschaftlich gerne deutsche
Schlager verjazzt, zeigt sein Gesangstalent.
17. Minor
Swing: Ein Titel des "Quintette du Hot-Club de France" mit
Stephane Grappelli und Django Reinhardt. Reizvoll ist die Themavorstellung
unisono durch 3 Bläser mit Banjo als Kontrast, bei "Minor Swing"
überhaupt nicht erwartet und trotzdem nicht ungewöhnlich, weil auch der junge
Django mal auf dem Banjo begleitete.
18. Struttin'
with some barbecue: Wurde von Lilian Hardin, der 2. Ehefrau von Louis
Armstrong alias "Satchmo" komponiert. Sie war als klassisch
ausgebildete Pianistin Mitglied vieler Jazzbands, u.a. der “Hot Five” und
“Hot Seven”. Louis hat diesen Klassiker und Dauer-Hit des “Traditional
Jazz“ geliebt und immer wieder aufgegriffen. Die Charivari Jazzband hat den
Titel kurz entschlossen im Studio frei und locker eingespielt.
19. Sweeping
the blues away: Themen Duke Ellingtons und seiner Bandmitglieder sind aus
dem Repertoire von Jazzmusikern nicht wegzudenken, einerlei ob sie dem
traditionellen Lager oder der Moderne angehören. Dieses Thema stammt von Dukes
langjährigem Altsaxophonisten Johnny Hodges. Manfred an der Posaune bläst hier
den ersten Chorus und setzt mit der Schlussphrase auch den letzten musikalischen
Akzent.
20. Fight
the team (across the field): Das musikalische Gastgeschenk der Charivari
Jazzband für die Toll House Jazz Band in Columbus, anlässlich der US-Tournee
im Oktober 1998. "Across the field" ist der korrekte Originaltitel. Er
stammt von William A. Dougherty (um 1915) und ist neben “Buckeye Battle Cry”
einer der Schlachtgesänge der Ohio State University bei Auftritten ihres
Football-Teams.
Wie bestellen?
Am liebsten wäre uns, Sie bestellen gar nicht, sondern besuchen uns für
einen netten Jazzabend in unserem Domizil in Unterbrunn.
Die nächste Gelegenheit entnehmen Sie bitte unserer Seite mit den Terminen.
Sie können natürlich den traditionellen Weg wählen und uns einen Brief
schreiben. Alles Nötige dazu (außer Papier, Bleistift und Briefmarken) finden
Sie in unserer Abteilung Kontakt.
Garantiert ohne Papier, Bleistift und Briefmarken kommen Sie aus, wenn Sie
mit der Zeit gehen und Ihre Charivari CD per E-Commerce ordern. Das geht so:
- Sie füllen das folgende Formular vollständig aus und
schicken es ab. Wir erhalten es per E-Mail.
- Wir schicken Ihnen eine Bestätigung an Ihre dort
angegebene E-Mail Adresse und nennen Ihnen die Kontoverbindung sowie eine
Bearbeitungsnummer.
- Sie überweisen den im Formular errechneten und von uns
bestätigten Betrag an das genannte Konto.
- Sobald die Überweisung eingegangen ist, schicken wir Ihre
CDs mit der Deutschen Post an die von Ihnen angegebene Adresse ab.
- Sie schreiben uns nach einer Weile eine E-Mail, wie Ihnen
die Scheibe gefallen hat.
|